Vogelgrippe

Auszug aus der offiziellen Seite der Bundesregierung (Stand 6.3.06):

Vogelgrippe

(AviÀre Influenza)

GeflĂŒgelpest

Die Vogelgrippe (AviĂ€re Influenza) ist eine durch ein Influenza A-Grippevirus verursachte Krankheit, die seit Ende 2003 in SĂŒdostasien grassiert.

Ausgehend von SĂŒdostasien hat sich die Vogelgrippe in den vergangenen beiden Jahren ĂŒber einen Großteil des asiatischen Kontinents ausgebreitet. Mit RumĂ€nien, der Ukraine, dem europĂ€ischen Teil Russlands, Kroatiens und der TĂŒrkei hat sie in den vergangenen Monaten auch den europĂ€ischen Kontinent erreicht. In den vergangenen Wochen nun erstmals auch den Wildvogelbestand innerhalb der EuropĂ€ischen Union.

Chronologie:

  • Seit Anfang 2004 endemisches GeflĂŒgelpestgeschehen in mehreren LĂ€ndern SĂŒdostasiens, insbesondere China, Vietnam, Thailand und Indonesien, wird noch nicht beherrscht.
  • Mitte 2005 Ausbreitung ĂŒber China und Kasachstan in den asiatischen Teil Russlands
  • Herbst 2005 Einschleppung nach Europa, wahrscheinlich Verschleppung durch Zugvögel. Betroffene Staaten: RumĂ€nien, TĂŒrkei, Kroatien, Ukraine, Russland (europĂ€ischer Teil).
  • Dezember 2005 / Januar 2006 großflĂ€chige AusbrĂŒche der GeflĂŒgelpest in der TĂŒrkei. Es besteht der Verdacht, dass die GeflĂŒgelpest dort schon lĂ€nger als ursprĂŒnglich angenommen grassiert; unter UmstĂ€nden seit mehreren Monaten.
  • In der TĂŒrkei Anfang Januar 2006 erstmals auch außerhalb Chinas und SĂŒdostasiens menschliche InfektionsfĂ€lle mit dem AviĂ€ren Influenzavirus H5N1 (12 bestĂ€tigte FĂ€lle, davon 4 TodesfĂ€lle) aufgetreten.
  • Anfang Februar 2006 AusbrĂŒche der klassischen GeflĂŒgelpest bei HausgeflĂŒgel in Nigeria.
  • Am 11. und 12. Februar Nachweise von hoch pathogenem H5N1-Virus bei WildschwĂ€nen auf Sizilien und von aviĂ€rem Influenzavirus vom Subtyp H5 (bisher nicht nĂ€her charakterisiert) bei einem Wildschwan in Slowenien.
  • Mitte Februar erster Nachweis bei verendeten SchwĂ€nen auf der Insel RĂŒgen.

Am empfĂ€nglichsten fĂŒr die GeflĂŒgelpest sind besonders HĂŒhner und Puten. Nur sie scheiden im Krankheitsfall so viel Virus aus, dass sich andere Tierarten oder Menschen anstecken können.

Eine Infektionsgefahr von Tier zu Mensch, wie in Asien, ist in der derzeitigen Situation nicht gegeben. Vögel scheiden jedoch mit ihrem Kot immer verschiedenste Erreger aus. Deshalb sollte man sich nach dem Kontakt mit Wildvögeln oder ihren Ausscheidungen grĂŒndlich die HĂ€nde waschen.

Mittlerweile habe ich an die 100 € investiert, um meinen Laufis die bis zum 30.04.06 staatlich verordnete Stallpflicht etwas angenehmer zu gestalten. Mit dem Bau einer Voliere (nicht schön, aber zweckmĂ€ĂŸig), die nach oben völlig und nach den Seiten wildvogeldicht ist, genĂŒge ich den Anforderungen der Bundesverordnung vom 15.02.06 (inzwischen vom zustĂ€ndigen VeterinĂ€r- und LebensmittelĂŒberwachungsamt bestĂ€tigt). Zwar ist den Tieren der notwendige Auslauf arg eingeschrĂ€nkt, andererseits haben sie in der Voliere auf 7,5 qm (!!!), was sie zum Überleben brauchen.

Diese Art der Haltung (Stall plus dichte Voliere) ist meldepflichtig und setzt eine protokollierte, monatliche tierÀrztliche Untersuchung voraus!

Im Juli und August 2006 wurden letztmalig Erreger des H5N1-Typs in Europa nachgewiesen. Es handelte sich dabei um einen Haubentaucher in Spanien (dort war dies ĂŒbrigens auch der erste Fall) und einen Trauerschwan im Zoo Dresden.

Fanden im Herbst 2006 etwa keine VogelzĂŒge statt oder hat die Presse ihr Interesse verloren. Woran liegt es, dass im Januar 2007 kein Mensch mehr ĂŒber Vogelgrippe spricht? Es wurde doch eine Pandemie prophezeit ...

Kommentar des ZEL (Zentralverband EuropĂ€ischer Laufentenhalter) zu den jĂŒngsten FĂ€llen der Vogelgrippe (02/2007) in England und Ungarn:

Die jetzt wieder in GeflĂŒgel-Massentierhaltungen, u.a. bei Englands grĂ¶ĂŸtem PutenzĂŒchter Matthews (160.000 Tiere) sowie einem GĂ€nsezĂŒchter in Ungarn (mehrere tausend Tiere) aufgetretenen Vogelgrippe-AusbrĂŒche zeigen nach Ansicht des Zentralverbandes EuropĂ€ischer Laufentenhalter ZEL, dass die von Interessenvertretern aus Politik und GeflĂŒgelwirtschaft dargestellte Behauptung, Wildvögel seien der Auslöser fĂŒr die Seuche, nicht zutreffen kann.

Ausnahmslos erkrankt GeflĂŒgel, welches zu tausenden auf engstem Raum gehalten wird. Die jĂŒngsten Ausbruchsorte sind isoliert und können - wie Vogelgrippe-Experte Colin Butter vom britischen Institut fĂŒr Tiergesundheit bestĂ€tigt - nicht im geringsten mit ZugvogelaktivitĂ€ten in Verbindung gebracht werden. Des weiteren sind die Wildvögel in der Umgebung dieser Ausbruchsherde gesund und fliegen munter durch die Gegend. Deshalb muß die Zugvogeltheorie als unhaltbar angesehen werden.